23.2.1928
Anläss­lich des 10. Jah­res­ta­ges der Roten Armee wird der 45-jährige Alex­an­der Was­sil­je­witsch Alex­an­d­row, Pro­fes­sor am Kon­ser­va­to­ri­um in Mos­kau, vom Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Mar­schall Woro­schi­low mit der Grün­dung eines Sol­da­ten­cho­res beauf­tragt.

12.10.1928
Der ers­te öffent­li­che Auf­tritt des Gesangs- und Tanz­ensem­bles der Roten Armee in der M. W. Frun­se Mili­tär­aka­de­mie in Mos­kau ist ein Erfolg. Die klei­ne Trup­pe (8 Sän­ger, 2 Tän­zer, 1 Bala­lai­kaspie­ler, 1 Rezi­ta­tor) wür­digt in heroi­schen Lie­dern und flam­men­den Tex­ten den Hel­den­mut der 22. Kras­no­da­rer Divi­si­on wäh­rend des Bür­ger­krie­ges. Seit­her wird der 12. Okto­ber als Gründuns­tag des Ensem­bles gefei­ert.

1929
Das Rote Armee Ensem­ble begibt sich auf wei­te Rei­sen, um den Sol­da­ten in fer­nen Regio­nen des Lan­des etwas kul­tu­rel­le Unter­hal­tung zu bie­ten. Wo die Musi­ker mit Eisen­bahn und LKW nicht wei­ter kom­men, schla­gen sie sich auf Pfer­den durch das Gelän­de. Die Auf­trit­te fin­den oft auf impro­vi­sier­ten Büh­nen unter frei­em Him­mel statt. Wäh­rend des Sowjetisch-chinesischen Grenz­krie­ges gerät das Ensem­ble bei Trup­pen­be­su­chen in der Man­dschu­rei mehr­fach unter Beschuss.

1932
Erneu­te Gast­spiel­rei­se nach Fern­ost in die Grenz­re­gio­nen zu Chi­na und der Man­dschu­rei.

1933
Das Ensem­ble hat mitt­ler­wei­le mehr als 100 Mit­glie­der in Chor, Orches­ter und Tanz­grup­pe.
Fort­an spielt es nicht mehr allein für das Mili­tär, son­dern auch für Arbei­ter in Fabri­ken, Werf­ten und Berg­wer­ken und gibt es öffent­li­che Kon­zer­te in Thea­tern, Kultur- und Opern­häu­sern im gan­zen Land.

27.11.1935
In Aner­ken­nung sei­ner revo­lu­tio­nä­ren, kul­tu­rel­len und künst­le­ri­schen Leis­tun­gen erhält das »Rote Armee Gesangs- und Tanz­ensem­ble der M. W. Frun­se Mili­tär­aka­de­mie« den Rot­ban­ner Orden mit rotem Stern. Fort­an trägt es den Namen »Rot­ban­ner Gesangs- und Tanz­ensem­ble der Roten Armee der UdSSR«.

1937
Mit einem Kon­zert des Rot­ban­ner Ensem­bles im Kreml wer­den die Pilo­ten Michail Gro­mow, Andrej Juma­schew und Ser­gej Dani­lin ver­ab­schie­det, die sich auf einen erfolg­rei­chen Lang­stre­cken­flug über 10.148 km von Mos­kau über den Nord­pol und Van­cou­ver bis an die mexi­ka­ni­sche Gren­ze nach Kali­for­ni­en bege­ben.

9. – 13.9.1937
Schon an Bord des Damp­fers Smol­nij gibt es ein ers­tes Kon­zert auf hoher See. 175 Ensemble-Mitglieder spie­len für das Bord­per­so­nal und 45 Mit­rei­sen­de. In Frank­reich ange­kom­men, gibt es am 9. Sep­tem­ber in Paris ein spek­ta­ku­lä­res Kon­zert vor 2.500 Hono­ra­tio­ren, hoch­ran­gi­gen Diplo­ma­ten und inter­na­tio­na­len Pres­se­ver­tre­tern im Salle Pleyel anläss­lich der Welt­aus­stel­lung. An vier wei­te­ren Tagen begeis­tern die Sän­ger und Tän­zer das Pari­ser Publi­kum. Das Rot­ban­ner Ensem­ble wird mit einem »Grand Prix« der Welt­aus­stel­lung geehrt. Es folg­ten Kon­zer­te in Lil­le und Lyon.

28. / 29.9.1937
Das Ensem­ble spielt 8 Kon­zer­te in der Sme­ta­na Hal­le in Prag und gibt zwei Mati­nées für Sol­da­ten der Pra­ger Gar­ni­son.

1.10.1937
Bei einem Tref­fen von Anti­fa­schis­ten im Sude­ten­land gibt das Rot­ban­ner Ensem­ble ein Kon­zert in Usti nad Labem vor mehr als 5.000 Zuschau­ern.
Bür­ger­meis­ter Leo­pold Pölzl, der die sowje­ti­schen Musi­ker auf der Büh­ne begrüßt, gerät wäh­rend der deut­schen Besat­zung in Haft. Nach der Frei­las­sung ist er bis zu sei­nem Tod 1944 im Wider­stand gegen die Natio­nal­so­zia­lis­ten aktiv.

1939
Zum zehn­jäh­ri­gen Bestehen des Ensem­bles wird eine ers­te klei­ne Chro­nik publi­ziert.

1939
Zum drit­ten Mal wird das Ensem­ble in den fer­nen Osten beor­dert. Bis August gibt es in fünf Mona­ten 400 Kon­zer­te, unter ande­rem in Cha­ba­rowsk, Wla­di­wos­tok und Kom­so­molsk. Wäh­rend des gewalt­sa­men Grenz­kon­flikts mit Japan und der Man­dschu­rei spielt das Ensem­ble in den befes­tig­ten Stel­lun­gen auf dem Chang­ku­feng Berg am Chassan­see. Die sowje­ti­schen Trup­pen gera­ten in Bedräng­nis. Eini­ge Musi­ker betei­li­gen sich mit der Waf­fe am Kampf­ge­sche­hen.

22.6.1941

Der deut­sche Über­fall auf die Sowjet­uni­on mar­kiert auch für das Rot­ban­ner Ensem­ble eine Zäsur. Unmit­tel­bar nach Kriegs­be­ginn teilt sich das Ensem­ble in vier Abtei­lun­gen. Eine ver­bleibt in Mos­kau, die übri­gen drei bege­ben sich an ver­schie­de­nen Front­ab­schnit­te, um der kämp­fen­den Trup­pe mit ihrer Musik Trost und Ermu­ti­gung zu spen­den. Bis zum Ende des Krie­ges 1945 wird das Rot­ban­ner Ensem­ble der Roten Armee 1.500 Kon­zer­te in Stel­lun­gen an der Front, auf Flug­plät­zen und in Feld­la­za­ret­ten geben.

24.6.1941
»Священная война« – ert­mals wird das Lied »Hei­li­ger Krieg« am Belo­rus­si­chen Bahn­hof in Mos­kau gespielt, von wo die Rekru­ten mit Eisen­bahn­zü­gen an die Front geschickt wer­den. Die macht­vol­le Kom­po­si­ti­on Alex­an­der Alex­an­d­rows wird zur Hym­ne des Wider­stan­des gegen die faschis­ti­schen Inva­so­ren und zu einem der prä­gen­den, iko­no­gra­fi­schen Wer­ke im Gesamt­schaf­fen des Ensem­bles.

21.1.1942
Zu Lenins 18. Todes­tag fin­det eine Gedenk­ver­an­stal­tung im bom­ben­si­che­ren Unter­grund Mos­kaus statt. Auf dem Bahn­steig der Metro-Station Maja­kow­ska­ja tritt dabei auch das Rot­ban­ner Ensem­ble auf.

1942
Ers­te Schall­plat­ten des »Red Army Song and Dance Ensem­bles« wer­den in den USA ver­öf­fent­licht.

1.1.1944
Die Natio­nal­hym­ne der Sowje­uni­on von Alex­an­der W. Alex­an­d­row (Text: Ser­gej Michalkow/Gabriel El-Registan) ersetzt die »Inter­na­ti­on­le«, die bis­her bei öffent­li­chen Anläs­sen erklang. Die Kom­po­si­ti­on basiert auf Alex­an­d­rows Hym­ne für die Kom­mu­nis­ti­sche Par­tei. Die emo­tio­na­le Wucht und das patrio­ti­sche Pathos der neu­en Natio­nal­hym­ne stär­ken den kol­lek­ti­ven Wider­stands­wil­len der Nati­on im Krieg. 1977 streicht Ser­gei Mich­al­kow die Hul­di­gung Josef Sta­lins aus dem Text und rückt Lenin und die Par­tei an sei­ne Stel­le. 1991 wird die Hym­ne dann gänz­lich außer Dienst gestellt. Seit 2001 ist Alex­n­ad­rows Kom­po­si­ti­on die Natio­nal­hym­ne Russ­lands. Der hoch­be­tag­te Ser­gej Mich­al­kow adap­tiert ein wei­te­res Mal sei­nen Text auf die neue Zeit. Fort­an sind es nicht mehr Sta­lin und Lenin, deren Segen die Nati­on erhofft – heu­te wird in der Natio­nal­hym­ne Gott um sei­nen Bei­stand gebe­ten.

9.5.1945
Am Tag des Sie­ges gibt das Ensem­ble ein heroi­sches Kon­zert im St. Georgs Saal des Mos­kau­er Kreml.

1946
Eine Gast­spiel­rei­se führt das Rot­ban­ner Ensem­ble nach Polen und in die Tsche­cho­slo­wa­kei.

12.6.1946
Wie­der­se­hen in Prag – das Ensem­ble gibt ein Kon­zert in der Sme­ta­na Hal­le.

8.7.1946
Alex­an­der W. Alex­an­d­row stirbt uner­war­tet bei einem Besuch in Ber­lin. Ihm zu Ehren wird das Ensem­ble künf­ti­ge offi­zi­ell sei­nen Namen tra­gen. Seit­her wird es all­ge­mein als Alexandrow-Ensemble bezeich­net. Sein Sohn Boris Alex­an­d­ro­witsch Alex­an­d­row, bis­her stell­ver­tre­ten­der Künst­le­ri­scher Lei­ter, tritt das gro­ße Erbe sei­nes Vaters an und über­nimmt mit 41 Jah­ren die Lei­tung des Alexandrow-Ensembles.

21.7.1947
Im Rah­men bila­te­ra­ler Son­die­rungs­ge­sprä­chen zur Zukunft Koreas spielt das Alexandrow-Ensemble vor Ver­hand­lungs­de­le­ga­tio­nen rang­ho­her ame­ri­ka­ni­scher und sowje­ti­scher Offi­zie­re in Pjön­jang.

20.6. – 18.7.1948
Tour­nee durch die Tsche­cho­slo­wa­kei (Prag, Most, Brno, Devin, Bra­tis­la­va, Moravs­ká Ost­ra­va, Žili­na, Košice).

August 1948
Kon­zert in der aus­ver­kauf­ten Staats­oper, Ber­lin, unter den Lin­den. Das Ham­bur­ger Maga­zin SPIEGEL berich­tet pole­misch und ten­den­zi­ös, kommt aber nicht umhin, die künst­le­ri­sche Meis­ter­schaft des sowje­ti­schen Mili­tä­r­en­sem­bles zu wür­di­gen.

18.8.1948
Das Frie­dens­kon­zert auf dem Gen­dar­men­markt vor mehr als 30.000 Zuschau­ern wird das ers­te kul­tu­rel­le Groß­ereig­nis nach dem Krieg in Ber­lin. Zuvor hat­te das Alexandrow-Ensemble bereits in Dres­den, Wei­mar, Mag­de­burg, Sten­dal, Schwe­rin und Pots­dam gespielt. Nach dem drei­stün­di­gen Kon­zert in Ber­lin fol­gen bis zum 10.10.1948 wei­te­re Kon­zer­te in Rathe­now, Leip­zig, Hal­le, Erfurt, Chem­nitz, Frank­furt an der Oder und Schwar­zen­berg. Wäh­rend der Tour durch die Sowje­ti­sche Besat­zungs­zo­ne dreht ein Wochenschau-Filmteam der DEFA unter Lei­tung von Mari­on Kel­ler den Doku­men­tar­film »Bot­schaf­ter des Frie­dens«, der bereits einen Monat spä­ter in die Kinos kam.

7.2.1949
Nach einer wei­te­ren Ehrung trägt das Ensem­ble nun den offi­zi­el­len Namen »Zwei­fach mit dem Rot­ban­ner­or­den aus­ge­zeich­ne­tes Aka­de­mi­sches Gesangs- und Tanz­ensem­ble der Roten Armee „A. W. Alex­an­d­row“«.

1949
Gast­spiel des Ensem­bles bei den Welt­fest­spie­len der Jugend in Buda­pest

Juli – Aug. 1956
Mit der ers­ten Gast­spiel­rei­se nach Eng­land begeis­tert das Ensem­ble das Lon­do­ner Publi­kum in der Empress Hall. Die Pres­se schreibt von einem »voll­stän­di­gen und unblu­ti­gen Sieg der Soviet Armee«.

1958
Anläss­lich der Welt­aus­stel­lung gibt das Alex­an­d­row Ensem­ble Kon­zer­te in Brüs­sel.

1958
Auf dem Heim­weg von Brüs­sel gibt das Ensem­ble eine kur­ze Tour­nee duch die DDR (Fins­ter­wal­de, Frank­furt, Gera, Ber­lin, Erfurt, Hal­le).

1960
Ers­tes Gast­spiel im gera­de neu eröff­ne­ten Palais des Sports in Paris.
Ein wei­ters Mal spielt das Alex­an­d­row Ensem­ble in Prag und der CSSR.

10.8. – 2.9.1961
Die ers­te Nordamerika-Tour führt das Alex­an­d­row Ensem­ble durch 10 Städ­te Kana­das (u.a. Cal­ga­ry, Edmon­ton, Win­ni­peg, Toron­to, Otta­wa, Mont­re­al). Am 1. und 2. Sep­tem­ber sind die 180 Sän­ger, Tän­zer und Musi­ker aus Mos­kau als Höhe­punkt des Van­cou­ver Fes­ti­vals inse­riert. Wäh­rend eines Auf­tritts in Van­cou­ver kommt es zu Pro­test­ak­tio­nen ukrai­ni­scher Exi­lan­ten.

1961
Bei einer Kon­zert­rei­se nach Mexi­ko erlebt Fidel Cas­tro die Musi­ker auf der Büh­ne. Kurz­ent­schlos­sen lädt er sie ein, die Amerika-Tournee zu ver­län­gern und auch Kuba zu besu­chen.

18.2. – 7.3.1963
Höhe­punkt der zwei­ten England-Tournee sind die Kon­zer­te in der Lon­do­ner Roy­al Albert Hall.

23.11.196314.1.1964
Das Alex­an­d­row Ensem­ble ist wie­der im Pari­ser Palais des Sports zu Gast.

Feb. – März 1964
Kon­zert­rei­se nach Ita­li­en

1967
Ernst Busch rezi­tiert zum Gesang des Alex­an­d­row Ensem­bles den deut­schen Text zu »Der hei­li­ge Krieg« auf gleich­na­mi­ger Schall­plat­te.

1967
Wäh­rend der Welt­aus­stel­lung EXPO 67 in Mont­re­al, Kana­da, gibt das Ensem­ble Kon­zer­te im Sowje­ti­schen Pavil­lon

1967
Mireil­le Mathieu begibt sich im Som­mer auf ihre ers­te Tour­nee in die Sowjet­uni­on. Dabei gibt es meh­re gemein­sa­me Kon­zer­te mit dem Alexn­d­row Ensem­ble.

Novem­ber 1967
Eine wei­te­re Frankreich-Tour führt wie­der in den Palais des Sports. In Paris gibt es auch ein Wie­der­se­hen mit Mireil­le Mat­t­hieu.

1.10.1971
Die 15. Ber­li­ner Fest­ta­ge wer­den eröff­net. Neben der Pari­ser Pup­pen­büh­ne André Tahon, dem Stadt­thea­ter Göte­borg, dem Lil­la Thea­ter Hel­sin­ki und dem Thea­ter Wie­l­ki War­schau zählt auch das Alexandrow-Ensemble zu den inter­na­tio­na­len Gäs­ten. 18 Mit­glie­dern des Ensem­bles wur­de bei einer Fest­ver­an­stal­tung im Zen­tra­len Haus der Gesell­schaft für Deutsch-Sowjetischen Freund­schaft die gol­de­nen Ehren­na­del der DSF über­re­ciht.

19741975
Über den Jah­res­wech­sel fei­ern die Fran­zo­sen das sowje­ti­sche Künst­ler­kol­lek­tiv im Palais des Sports.

April/Mai 1975
Eine Gast­spiel­rei­se durch die DDR endet am 2. Mai mit einem Kon­zert in der Ber­li­ner Staats­oper, Unter den Lin­den. Die­ses Kon­zert ist dem 30. Jah­res­tag der Befrei­ung gewid­met. Erich Hon­ecker und der sowje­ti­schen Bot­schaf­ter Pjotr Abras­si­mow zäh­len zu den Gäs­ten.

1978
Das Ensem­ble bekommt einen neu­en Zusatz zum offi­zi­el­len Namen: »Zwei­fach mit dem Rot­bann­der­or­den und dem Roten Stern aus­ge­zeich­ne­tes Aka­de­mi­sches Gesangs- und Tanz­ensem­ble der Sowjet­uni­on A.W. Alex­an­d­row«.

20.3. – 9.5.1979
Lipp­mann + Rau orga­ni­sie­ren die ers­te Tour­nee des Alex­an­d­row Ensem­bles druch die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land mit Kon­zer­ten in Müns­ter, Köln, Düs­sel­dorf, Sie­gen, Aachen, Stutt­gart, Ulm, Frank­furt, Lud­wigs­ha­fen, Bre­mer­ha­ven, Kiel, Ham­burg, Han­no­ver, Bre­men, Dort­mund, Saar­brü­cken, Duis­burg, Braun­schweig, Olden­burg, Kas­sel, Nürnberg,München, Essen, Mann­heim und Frei­burg. In Rudi Car­rells TV-Show »Am lau­fen­den Band« gab es zudem einen unter­halt­sa­men Auf­tritt mit kraft­vol­lem Gesang (»В путь«) und Matro­sen­bal­lett.

17.9.1981
Wolf­gang Peter­sens Film »Das Boot« fei­ert sei­ne Kino-Premiere in Mün­chen. Mit 6 Oscars prä­miert, ist das Epos über den U-Boot-Krieg des Jah­res 1941 eine der auf­wän­digs­ten und erfolg­reichs­ten Pro­duk­tio­nen des bun­des­deut­schen Kinos. Klaus Dol­din­ger inte­griert »It’s A Long Way To Tip­pera­ry« in der Ver­si­on des Alex­an­d­row Ensem­bles in den Sound­track.

19.5.1985
Im Rah­men einer drei­wö­chi­gen Tour­nee spielt das Alex­an­d­row Ensem­ble 40 Jah­re nach Ende des Krie­ges wie­der auf dem Gen­dar­men­markt (Platz der Aka­de­mie). Die Rekon­struk­ti­on des his­to­ri­schen Ensem­bles aus Schau­spiel­haus, Deut­schem und Fran­zö­si­schem Dom war im Jahr zuvor nach Jahr­zehn­ten der Zer­stö­rung voll­endet wor­den.

7.2.1987
Der kana­di­sche Kom­po­nist, Arran­geur und Pro­du­zent David Fos­ter nimmt den Titel »Ren­dez­vous For Peace – Love Lights The World« auf, bei dem er selbst mit dem Alexandrow-Chor im Duett singt. Das Lied wird die Auf­takt­me­lo­die für das gro­ße Rendez-vous ’87, zwei Freund­schafts­spie­le der Eis­ho­ckey­na­tio­nal­mann­schaft der UdSSR gegen ein All-Star-Team der nord­ame­ri­ka­ni­schen Pro­fi­li­ga NHL, am 11. und 13. Febru­ar 1987 in Que­bec. Der Titel wird als Vinyl-Single publi­ziert.

7.3.1987
Ein Kon­zert im Orphe­um in Van­cou­ver, Kana­da, wird auf­ge­zeich­net und als Album »Live At Orphe­um« ver­öf­fent­licht.

Juni 1987
Bei gemein­sa­men Kon­zer­ten in der Olympia-Arena neh­men Mireil­le Mathieu und das Alex­an­d­row Ensem­ble das Album »Mireil­le Mathieu a Moscou« auf. Im glei­chen Monat beginnt der fran­zö­si­sche Electro-Musiker Didier Maroua­ni mit der Arbeit an sei­nem Album »Space Ope­ra«, das er mit dem Alex­an­d­row Ensem­ble (UdSSR) und dem Chor der Havard Uni­ve­ri­tät (USA) auf­nimmt. Die fer­ti­ge CD wird zur Raum­sta­ti­on MIR gesen­det. Es ist die ers­te CD die je im All erklang.

18.4. – 21.5.1989
Gast­spiel im Palais de Con­gress Paris unter der Lei­tung von Ana­to­li Mal­zew.

12.9. – 6.12.1989
Bei einer gro­ße Nord­ame­ri­ka Tour spielt das Ensem­ble in 29 Städ­ten in den USA und Kana­da (u.a. New York, Que­bec, Toron­to, West­point, Otta­wa, Mont­re­al, Min­nea­po­lis, Chi­ca­go, Van­cou­ver, Seat­tle, Los Ange­les, San Die­go, San Fran­cis­co, Bos­ton, Washing­ton, Mil­wau­kee, Cleve­land, Detroit, Cin­cin­na­ti, Pitts­burg). In Washing­ton gibt es eine herz­li­che Begeg­nung der sowje­ti­schen Künst­ler mit dem ame­ri­kai­schen Prä­si­den­ten Geor­ge Bush.

12.6.1993
Auf dem Senats­platz in Hel­sin­ki fin­det mit 70.000 Zuschau­ern das größ­te Kon­zert Finn­lands statt. Auf der Büh­ne ste­hen die Lenin­grad Cow­boys, eine fin­ni­sche Rock­band , und das Alex­an­d­row Ensem­ble. Gemein­sam fei­ern sie sich mit der »Total Bala­lai­ka Show« durch die Rock­ge­schich­te. Aki Kau­rus­mä­ki dreht den Kon­zert­film »Hap­py Tog­e­ther« und gemein­sam mit dem Alex­an­d­row Ensem­ble publi­zier­ten die Lenin­grad Cow­boys ver­schie­de­ne CDs.

18.6.1994
Gemein­sam mit den Lenin­grad Cow­boys rockt das Alex­an­d­row Ensem­ble die »Nokia Bla­lai­ka Show« im Ber­li­ner Lust­gar­ten. Zehn­tau­sen­de Ber­li­ner sind begeis­tert, bei »Kalin­ka« eben­so wie bei »Stair­way To Hea­ven«. In einem aus­ge­las­se­nen musi­ka­li­schem Mit­ein­an­der mani­fes­tiert sich das Ende des kal­ten Krie­ges als freud­vol­le Par­ty auf gro­ßer Büh­ne– »Hap­py Togeh­ter«.

6.9.1994
Bei den MTV Awards in der Radio City Music Hall in New York spie­len Lenin­grad Cow­boys und Alex­an­d­row Ensem­ble »Sweet Home Ala­ba­ma«.

2.7.1997
Wäh­rend der »Rus­si­an Sound Machi­ne« Tour ste­hen die Lenin­grad Cow­boys und das Alex­an­d­row Ensem­ble im Ber­li­ner Temp­drom erneut gemein­sam auf der Büh­ne.

16./17.12.2003
Bei zwei Kon­zer­ten in der fran­zö­si­schen Haupt­stadt wird mit 200 Musi­kern ein Live-Album auf­ge­zeich­net und auch der Film »Choeurs de L’Armee Rouge au Casi­no de Paris« von Chris­to­phe Mou­thé doku­men­tiert das Ereig­nis.

15.10.2004
Auf Ein­la­dung von Johan­nes Paul II geben Alex­an­d­row Chor und Orches­ter ein Kon­zert im Vati­kan. Es war der per­sön­li­che Wunsch des Paps­tes, den 26. Jah­res­tag sei­ner Beru­fung auf die­se Wei­se zu fei­ern. Der pol­ni­sche Papst wür­digt die rus­si­schen Musi­kern mit den Wor­ten »Das Alexandrow-Ensemble ist ein Geschenk an die Mensch­heit«.

25.4.2005
Anläss­lich des 60. Jah­res­ta­ges der Begeg­nung der Roten Armee und der US-Army auf der zer­stör­ten Brü­cke in Tor­ge­low, gibt das Ensem­ble ein Kon­zert bei einem Jub­liäums­tref­fen der Bünd­nis­ar­me­en an der Elbe.

9.5.2005
Die European Star Tour durch Russ­land endet anläss­lich des 60. Jah­res­ta­ges des Sie­ges über den Faschis­mus in Mos­kau. Bei dem Kon­zert im Kreml sin­gen die tsche­chi­chen Stars Karel Gott und Hele­na Von­dráck­ová gemein­sam mit dem Alex­an­d­row Ensem­ble.

22. Mai 2007
Musi­ka­li­sche Ent­span­nungs­po­li­tik – das Ensem­ble der Rus­si­chen Streit­kräf­te spielt vor begeis­ter­tem Publi­kum in der über­füll­ten Aula des NATO-Hauptquartiers in Brüs­sel.

2008
Auf­tritt in Qui­beck, Kana­da, bei einem gro­ßen mili­tä­ri­schen Tatoo, anläss­lich des 400. Stadt­ju­bi­lä­ums.

12.10.2008
Sei­nem 80. Grün­dungs­tag fei­ert das Alex­an­d­row Ensem­ble mit einem Jubi­lä­ums­kon­zert in Mos­kau. Karel Gott über­bringt dabei musi­ka­li­sche Glück­wün­sche aus Prag. Als ers­tem inter­na­tio­na­len Musi­ker wird ihm bei die­sem Anlass die Alexandrow-Medaille ver­lie­hen.

2009
Der ita­lie­ni­sche Sän­ger Toto Cotug­no tritt gemein­sam mit dem Ensem­ble in Russ­land auf

1.3.2011
Der Deutsch­land­funk sen­det die Repor­ta­ge »Die Macht der Musik oder: Die Musik der Macht. Das rus­si­sche Alex­an­d­row Ensem­ble«. Die Jour­na­lis­tin Elke Win­disch besuch­te das Ensem­ble in Mos­kau und bege­li­te­te es auch auf Kon­zert­rei­se. So konn­te sie sehr per­sön­li­che Ein­drü­cke vom All­tag des Ensem­bles gewin­nen.

21.8. – 9.9.2011
Mit 125 Künst­lern geht das Alex­an­d­row Ensem­ble auf sei­ne 10. Kanada-Tournee (Otta­wa, Mont­re­al, Toron­to u.a.). Vom 23. – 28. August neh­men sie am inter­na­tio­na­len Fes­ti­val der Mili­tär­mu­sik »Tatoo 2011« in Que­beck teil. 

2012
Der ser­bi­sche Regis­seur und Musi­ker Emir Kus­tu­ri­ca spielt mit sei­nem No Smo­king Orches­tra in Mos­kau gemein­sam mit dem Alex­an­d­row Ensem­ble.

12.–16.2.2013
Beim Fes­ti­val di San­re­mo beglei­tet der Chor des Alex­an­d­row Ensem­bles Toto Cotug­no bei sei­nem Auf­tritt.

25.12.2016
Auf dem Weg zu einem Neu­jahrs­kon­zert auf einem rus­si­schen Stütz­punkt in Syri­en stürzt das Flug­zeug kurz nach dem Start ins Schwar­ze Meer. Alle 92 Men­schen an Bord, dar­un­ter Diri­gent Gene­ral­leut­nant Wale­ri Cha­li­low und 63 Sän­ger, Tän­zer und Musi­ker des Alex­an­d­row Ensem­bles, kom­men bei die­sem Unglück ums Leben. Die Nach­richt sorgt welt­weit für Bestür­zung und tie­fe Trau­er. Die Pres­se­be­rich­te in West­eu­ro­pa sind eher knapp und zuwei­len unwür­dig.

16.2.2017
Zwei Mona­te nach dem Flug­zeug­ab­sturz gibt das neu­for­mier­te Alexandrow-Ensemble sein ers­tes Kon­zert in Mos­kau. Niko­lai Pan­kow, stell­ver­tre­ten­der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter, sagt: »Die Tra­gö­die am 25. Dezem­ber hat Freun­den das Leben gekos­tet und es ist unse­re Pflicht ihnen gegen­über, das ein­zig­ar­ti­ge Ensem­ble zu bewah­ren.«

27.9.2018
Im Rus­si­schen Haus der Wis­sen­schaft und Kul­tur in Ber­lin wird mit »Bot­schaf­ter des Frie­dens« erst­mals außer­halb Russ­lands eine Aus­stel­lung zur Geschich­te des Ensem­bles eröff­net.

12.10.2018
Am 90. Geburts­tag wür­digt Wla­di­mir Putin das Alex­an­d­row Ensem­ble als Stolz und Ruhm und wah­res Erbe der Nati­on. Zudem sag­te er »Wir wer­den uns immer an die Alek­san­d­ro­wi­ten erin­nern, die mutig die Stra­ßen des Gro­ßen Vater­län­di­schen Krie­ges über­quer­ten und wir wer­den die­je­ni­gen nie ver­ges­sen, die nach Syri­en gin­gen, um unse­re Sol­da­ten und Offi­zie­re zu unter­stüt­zen, und tra­gi­scher­wei­se bei einem Flug­zeug­ab­sturz am 25. Dezem­ber 2016 ums Leben kamen«.

15.10.2018
Im Mos­kau­er Bol­schoi Thea­ter gab das Alexandrow-Ensemble unter der Lei­tung von Gen­na­diy Sach­anyuk sein gro­ßes Jubi­lä­ums­kon­zert. Vor allem die Hin­ter­blie­be­nen der Tra­gö­die des Jah­res 2016 zähl­ten zu den gela­de­nen Gäs­ten.