L’italiano

Im Febru­ar 1964 begibt sich das Alex­an­d­row Ensem­ble erst­mals auf Tour­nee nach Ita­li­en. Unter Arbei­tern, Intel­lek­tu­el­len, Kunst- und Kul­tur­schaf­fen ist in jenen Jah­ren ein kom­pro­miss­lo­ser Anti­fa­schis­mus in Ita­li­en fest eta­bliert und die kom­mu­nis­ti­sche Par­tei ist eine der stärks­ten in West­eu­ro­pa. Mit dem Alex­an­d­row Ensem­ble wer­den so immer auch die Sie­ger des II. Welt­krie­ges und die ver­meint­li­chen Sie­ger der Geschich­te gefei­ert. Die künst­le­ri­sche Akzep­tanz über­dau­ert den Zer­fall der Sowjet­uni­on und den Nie­der­gang der ita­lie­ni­schen Lin­ken. Im Jahr 2009 geht der Sän­ger Toto Cotug­no mit dem Ensem­ble in Russ­land auf Tour. Beim Fes­ti­val in San­re­mo tre­ten sie 2013 gemein­sam auf. Im Jahr 2016 hin­dern den ita­lie­ni­schen Sän­ger ander­wei­ti­ge Ver­pflich­tun­gen dar­an, mit dem Alex­an­d­row Ensem­ble die rus­si­schen Trup­pen in Syri­en zu besu­chen. Um so mehr ist er scho­ckiert, als er vom tra­gi­schen Unglück sei­ner Freun­de erfah­ren muss.